Sepultura Biografie
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Die Jungs um den damaligen Frontmann Max Cavalera trafen sich 1984 im brasilianischen Belo
Horizonte und beschlossen, ihrer gemeinsamen Metalleidenschaft zu frönen und Slayer zu
zeigen, wo der Hammer hängt. Ein Bandname war flott gefunden, als sie den Titel Dancing On
Your Grave von Motörhead übersetzen – Sepultura (Grab). Ganz ihrem Namen folgend
versuchten sich die fünf Gründungsmitglieder Max Cavalera (Gesang), Wagner Lamounier
(Gitarre), Paulo Xisto Pinto Jr. (Bass), Jairo "T". Guedz (Gitarre) und Igor Graziano Cavalera
(Schlagzeug) zünftig in der Death Metal Szene zu etablieren und schossen bereits 1985 ihre
erste Scheibe in die Massen. Naja, etwas holprig kam sie daher, unausgereift, und die Szene
strafte die Split-LP "Bestial Devastation" erwartungsgemäß mit Nichtachtung - wen wundert's
auch bei spektakulären 2 Tagen Einspielzeit? Nur ein Jahr später dann mit "Morbid Visions"
Versuch zwei – wieder in Null Komma nichts innerhalb einer Woche aus dem Boden gestampft.
Wieder ist die Reaktion verhalten – und die Platte nicht besserer Qualität als irgendeiner
Graragenband entsprungen, die wild auf ihren Klampfen rum dreschen. Die Band weiß das,
schickt ihren Gitarristen Jairo "T". Guedz in die Wüste und der Neue (Andreas Kisser ) heuert
an. Ein Glücksgriff, denn das nächste Album führt eben der mit seinem progressiven
Geklampfe zum Erfolg – das folgende Album "Shizophrenia" (1987) wird nicht nur in Brasilien,
sondern auch in den USA und Europa verkauft und die Band findet begeisterte Anhänger. Als
auch Album Nummer zwei unter Kisser ein Erfolg wird, siedeln die Jungs nach Arizona über
und spielen dort "Arise" ein – und die Jungs sich damit in die Radiosender und Musikkanäle
dieser Welt. Als neue Trashmetal-Hoffnung gefeiert, erleben sie in den folgenden Jahren einen
wahren Rausch – und statt abzuheben und sich gen Mainstream zu wenden, bleibt Sepultura
ihrer Linie treu und setzt noch einiges drauf. Die Songs werden nicht nur klanglich
ausgereifter, sondern die Texte erhalten immer mehr Substanz – kritischer werden sie,
politischer. Die Krönung dann das Album "Roots" (1996), entstanden während des Lebens bei
den Xavante-Indianern, den Ureinwohner Brasiliens. Die Scheibe kann man nicht beschreiben,
sondern muss sie hören – deutlich hört man die Elemente der Indianer heraus – ein kleines
Novum – großartig noch dazu.
Kurze Zeit nach dem anhaltenden Höhenflug der Jungs dann der Absturz: Die Band trennt sich
von Sänger Max in einem nicht ganz sauberen Zug und aufgrund alberner Differenzen das
Management betreffend – und die Fangemeinde bibbert, wie und ob es mit Sepultura weiter
geht. Und wider Erwarten geht es mit dem neuen Frontmann Derrick Green weiter – nur leider
etwas verhalten. Die Verkäufe laufen schleppend, die Band muss später einen weiteren
Mitgliederwechsel hinnehmen – und vertraut doch bis heute Wundergitarrist Kisser, der unter
anderem Gastrollen bei Metallica übernimmt und in seiner Genialität so gar nicht nachlassen
will. Im Jahr 2006 dann der Lichtblick mit dem Konzeptalbum 'Dante XXI', auf weitere wartet
man gespannt!