Pantera Biografie
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Pantera – ein Name so bedeutsam wie Programm. Pantera. Wer das texanische Örtchen Forth Worth nur mit Dallas, dem versnobbten Bundesstaat und Heimstatt Bushs in Verbindung bringt, der sollte sich fix eines besseren belehren lassen, denn genau dort liegen die Wurzeln der Metaller Pantera. Die Jungs finden sich zu Beginn der 80er Jahre, rotten sich bereits in der Highschool zusammen und die beiden Brüder Darrell (Gitarre) und Vinnie Paul (Drums), Sänger Donnie Hart, Klampfer Nummer 2 Terry Lee Glaze und Tommy Bradfort (Bass) machen 1981 ebenda ihre ersten Gehversuche. Die jedoch wohl wenig erfolgreich, denn bereits ein Jahr später verändert sich die Bandbesetzung grundlegend: Terry übernimmt den Gesang, Donnie und Tommy verabschieden sich und Rex Brown spielt den Bass. Darrell aka Diamond aka Dimebag bleibt seiner Gitarre treu und obwohl er damit nicht Kopf und Frontman der Band ist, wird er doch mehr und mehr zur wichtigsten Person Panteras, ein Synonym für die Jungs.
Profitieren kann Pantera bereits in den Kinderschuhen von einer nicht zu unterschätzenden Unterstützung: Der Vater der Brüder Vinnie Paul und Dimebag ist ein relativ erfolgreicher Produzent der Country-Szene und kann den jungen Panteras ein professionelles Umfeld zur Verfügung stellen. Wenn wundert's, dass das erste Album 'Metal Magic' nur knapp zwei Jahre später im Kasten beziehungsweise auf Band ist.
Der Sound kommt an und Pantera kann sich in den folgenden Jahren bereits einen Namen in Texas und den Nachbarstaaten machen. Allerdings, und das sei an dieser Stelle besonders unterstrichen, mit Metal war bei Pantera zu diesem Zeitpunkt noch nicht viel los – rockig zwar, aber doch gemäßigt kamen Dimebag und Co. daher. Die folgenden Alben jedoch werden immer kerniger, so kernig, dass es Sänger Terry vorzieht, der Band den Rücken zu kehren. In Phil Anselmo findet Pantera schließlich einen würdigen Nachfolger und auf der folgenden Platte 'Power Metal' 1988 findet man erstmals ansatzweise den typischen Pantera-Sound. Zwei Jahre später gelingt Dimebag und Co. schließlich der Durchbruch mit 'Cowboys from Hell': Brachiale Gitarrengewalt und amelodisches Geröhre von Anselmo: Pantera wird geliebt für diesen Schritt und alle Fans der härteren Gangart empfinden Pantera als Offenbarung.
Bis 2000 rockt Pantera ihren Fans das Trommelfell aus den Ohren, zig Alben werden veröffentlich und exzessive Konzerte gegeben. Dann wird's still, es wird über Streitigkeiten im Inneren der Band gemunkelt; 2003 dann die endgültige Trennung. Das traurige Ende des Pantera- und Dimebag- Hypes besiegelt 2004 schließlich ein verrückter Fan, der Dimebag aus Frust über die Trennung ohne Vorwarnung in einem Club irgendwo in Ohio erschießt. Dimabag, der Revoluzzer, der Rebell, der Gott der Anderstickenden wird Opfer seiner Anbeter – und Dimebag damit unsterblich. Pantera ist tot, es lebe Pantera.