Motörhead Biografie
zurück zur Motörhead Startseite

Motörhead fanden sich vor über 30 Jahren in England, wobei fanden eigentlich Blödsinn ist, eingesammelt durch Lemmy beschreibt den Gründungsprozess 'Motörhead' wohl treffender. Lemmy aka Ian Kilmister ist zu dem Zeitpunkt schon 30, geprägt durch seine Jahre bei schnöden (?) R'n'B-Bands und versaut durch sein Rowdietum im Schlepp des legendären Jimmy Hendrix. Eigentlich sollte die Band ja 'Bastard' heißen, nur meldete der bereits damals schon vorhandene Manager Bedenken an, dass keiner eine Band mit diesem Namen hören wolle. Das war für Lemmy und seine Kumpanen Larry Wallis (Gitarre) und Lucas Fox (Schlagzeug) Grund genug, sich kurzerhand in Motörhead umzubenennen, eine damals gängige Bezeichnung für Leute auf Speed oder anderen Amphetaminen, die jegliche Kontrolle über sich verloren hatten. Dass Motörhead ganz nebenhei der letzte Song für seine Band Hawkwind war, die Lemmy vor einer seiner Drogeneskapaden mit anschließender Verhaftung kurzerhand raus geworfen hatten, sei nur am Rande erwähnt. Hawkwind, schwere Rockerjungs, blieben trotzdem Lemmys musikalisches Vorbild, genauso sollte der Sound seiner Band werden – nur härter – versteht sich. Nach einem wackligen Start durch die Ablehnung des Wunschlabels kratzt die Urbesetzung der Band schließlich schnell die Kurve, und Lemmy hängt wieder alleine da. Um seinen Motörhead-Traum dennoch nicht aufgeben zu müssen, heuert er schließlich 'Fast' Eddie Clarke (Gitarre) und 'Philthy Animal' Tayler (Drums) an und die Band ist in der bekannten Besetzung komplett – und der Aufstieg Motörheads legendär. Mit ihrem Song „Ace of Spades“ gelingt ihnen 1980 der Durchbruch, die EP wird satte 100.000 mal verkauft, ein Jahr später stürmen die Könige des Umlauts mit der Live-Scheibe „No Sleep ’til Hammersmith“ auf Anhieb die Charts und landen auf Platz 1 in Großbritanien. Die charismatische Stimme Lemmys ist seit dem jedem noch so unbewanderten Rockfan ein Begriff – und wird geliebt. Die Fans tragen Motörhead von einem Erfolg zum nächsten und lassen sich weder von dem Wechsel an der Klampfe beirren, als Clarke geht und zuerst Robertson und für diesen nur ein Jahr später Phillip „Wizzö“ Campbell und Mick „Würzel“ Burston nachrücken. Ein Ende bedeute ebenso wenig der Weggang Mick „Wurzel“ Burstons 1995 nach dem Album „Sacrifice“,im Gegenteil, Motörhead rockte weiter, und das immerhin mit dem mittlerwile stolzen Alter Lemmys von 50 Jahren. Alle paar Jahre veröffentlichten die Jungs ein Album und rockten, was das Zeug hielt. Wer sich davon noch nicht überzeugt hat, hat auch dieses Jahr wieder auf den großen Festivals mehr als Gelegenheit – und Motörhead wird wohl selbst dann noch in die Mikros röhren, wenn andere bereits mit lilafarbener Dauerwelle Urenkel hüten.