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Mando Diao Biografie

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Die Schweden, die Schweden. Irgendwie kommt man ja schon lang nicht mehr an den Schweden vorbei: Abba und Ikea sind dabei wohl die bekanntesten Exportschlager. Allerdings gibt es in Ikealand, Verzeihung, Schweden, noch weit mehr, um was man die werten Nordeuropäer beneiden kann: Elche zum Beispiel: Viel Wald, viele Elche, ganz klar. Derzeit leben in Schweden ca. 290.000 Elche, wobei jedes Jahr etwa 80.000 der beeindruckenden Tierchen zum Abschuss freigegeben werden. Oder Köttbular (jaja, die gibts ja auch bei Ikea!!!). Wobei die Hackfleischleckerei von diversen Personen lieblos als Elefantenpopel bezeichnet wird, was wiederum wenig appetitlich ist. Und dann haben die Schweden außerdem eine Fußballnationalmannschaft, die gern mit den Schuhen des Gegners statt des Balls spielt. Und sie haben Polkgrisnar, ein wahnsinnig empfehlenswertes Pfefferminznaschwerk. Außerdem besitzen die Schweden ein bemerkenswertes Selbstbewusstsein, auch wenn man sich durch dieses ein wenig beleidigt fühlt:

“Die deutschen Mädels sehen nicht so gut aus wie unsere. Richtig Hübsche sind hier die Ausnahme.” [Kristofer Dreiman und Tomas Andersson, Stockholm] Neon. Das Magazin. August 2006.

Unverschämt. Man könnte man meinen, die Schweden vergessen, welches Land Heidi Klum als Heimat bezeichnet.

Nun denn, wie dem auch sei, eines kann man den Schweden hingegen nicht absprechen und schon gar nicht übel nehmen: Wenn es darum geht, Rock und Pop vom Feinsten zu produzieren, haben die Jungs uns was voraus. Assozierte man unlängst noch Abba mit Schwedens Musiklandschaft, hat sich das Blatt seit dem Millenium fett gewendet und spätestens seit The Hives ist jedem klar,dass den Schweden smoothe Klänge und fette Gitarrenriffs im Blut liegen. Und Mando Diao reiht sich ein:

Die Jungs um Frontmann Björn Dixgård rocken, was das Zeug hält. Mitte der neunziger Jahre gegründet, guckt die Band trotz der jugendlichen Frische der Buben bereits auf eine lange und erfolgreiche History zurück. Bis Ende der Neunziger noch durch kleine Clubs und Bars in Schweden tingelnd und einige Besetzungswechsel durchlebend, wurde es kurz vor der Jahrtausendwende ernst und Mando Diao beschloss, sich von nun an ernsthaft um Ruhm und Gloria zu bemühen. Ganz ihrem Selbstverständnis folgend, die beste Rockband und selbst Größen wie den Rolling Stones überlegen zu sein, vergaßen sie Sex und Drugs und lebten nur noch den Rock'n Roll. Sechs ganze Monate später war es vollbracht und endlich standen fette Songs, mit denen Mando Diao die Welt beglückte. Zig Konzerte und Kritiken von Lokalblättchen später dann endlich 2001 der Durchbruch: Der MTV-Moderator Tommy Gärdh entdeckte die Bandmitglieder Björn Dixgård (Gesang/Bass), Gustaf Norén (Gesang/Bass), Carl-Johan Fogelklou (Bass), Mats Björke (Keyboard) und Samuel Giers (Schlagzeug); und fand sie toll. Noch toller fand er allerdings die gemeinsamen Wurzeln im schwedischen Kaff Borlänge und Timmy beschloss, sich für Mando Diao ordentlich ins Zeug zu legen. Frucht des Engagements war schließlich ein Plattenvertrag bei der EMI und 2002 das Debütalbum Bring 'Em In. "Unsere Songs sind unsere Götter, nur ihnen dienen wir." sagt Mando Diao und findet in Schweden und den Rest der Welt immer mehr Gläubige ihrer Philosophie. Und die werden mit weiteren Alben beglückt. Alben, die stürmen, die mitreißen, die ins Hirn rein und durch die Füße wieder raus toben. Hurricane und Ode to Ochrasy: Scheiben, so kraftvoll wie die See und beunruhigend wie ein Erdbeben. Großes Ohrenkino liest man in den Kritiken, und Mando Diao lässt sich zu Aussagen wie „Wir glauben ehrlich, dass unsere Platte besser ist als alles von The Who, den Kinks der den Small Faces. Es ist sogar eine rundere Sache, als viele Alben der Beatles und Stones.“ hinreißen.

Ob dem so ist, sei mal dahin gestellt, aber Fakt ist: Mando Diao rollt nicht nur auf der Zunge wie ein hochkalorischer Ohrenschmaus in 3 Gängen, sondern ist auch einer: Gitarrenriffs zum Warmwerden und Appetitt bekommen, schwere Drums und fette Texte zum Hauptgang und ein zuckersüßes Keyboard-Dessert mit Sahnehäubchen zum Abgang. Mando Diao.

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